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Artikel

04.05.2020

Positionspapier des Stadtjugendring Freiburg zu Corona-Maßnahmen

Der Stadtjugendring Freiburg e.V. sieht dringenden Diskussionsbedarf zu Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe während der Corona-Pandemie. Ein Positionspapier legte der Dachverband von 28 Jugendverbänden, Vereinen und Initiativen dem Freiburger Gemeinderat am Donnerstag, 23.04.2020, vor. Hier kannst du das Positionspapier in voller Länge lesen.


„Junge Menschen haben kaum Einflussmöglichkeiten auf die Politik. Das kritisieren wir schon lange“, stellt Ludwig Striet, Vorsitzender des Stadtjugendrings, heraus. „Aber insbesondere bei so einschneidenden Entscheidungen wie den aktuellen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kann es nicht sein, dass sie überhaupt nicht einbezogen werden“, kritisiert Striet. Junge Menschen sind Experten ihrer eigenen Lebensrealität, ihre Expertise ist deshalb unverzichtbar und muss bei Entwicklung von Maßnahmen in der Corona-Krise einbezogen werden, fordert der Stadtjugendring Freiburg.

Junge Menschen sind besonders hart von den Maßnahmen getroffen und sollen viel, ohne Mitsprachemöglichkeiten, hinnehmen. „Sie erleben in der aktuellen Situation die Ängste und Unsicherheiten der Erwachsenen und haben gleichzeitig weniger Möglichkeiten, um sich mit Gleichaltrigen auszutauschen. Dies kann sich auf ihre Entwicklung auswirken“, meint Ronja Schmors, als stellvertretendes Vorstandsmitglied des Stadtjugendrings. Um langfristige Folgen durch psychische Belastung und soziale Isolation zu verhindern, fordert der Stadtjugendring zeitnahe Perspektiven für Kinder und Jugendliche in der Corona-Krise.

Die Darstellung junger Menschen als vielfach unvernünftige und leichtsinnige, „Corona-Partys"-feiernde Gruppe, trifft dabei nicht die wahrgenommene Realität des Stadtjugendrings. „Wir erleben junge Menschen als eine Gruppe, die schnell auf die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie reagiert und neue, kreative Wege und Möglichkeiten ihres Engagements entwickelt“, beschreibt Schmors die Situation. Dass Mitgliedsvereine des Stadtjugendrings beispielsweise Gruppenstunden digital abgehalten, YouTube-Programme zur Beschäftigung sowie online Foto- und Videoaktionen organisieren oder auch solidarische Einkaufshilfen für Risikogruppen anbieten zeigt, dass gerade junge Menschen zu einer wesentlichen Verbesserung der Lebenssituation von vielen beitragen. „Dieser Beitrag zur Bewältigung muss anerkannt werden, indem klare Perspektiven für junge Menschen aufgezeigt werden“ fordert Striet.

Die weiteren Forderungen des Stadtjugendrings betreffen den Abbau sozialer Ungleichheiten, die durch die Krise verstärkt werden, die Sicherung des Kinderschutzes und das Schaffen klarer Rahmenbedingungen, unter welchen Aktivitäten der (verbandlichen) Jugendarbeit stattfinden können, um die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen zu unterstützen. Darüber hinaus muss der Erhalt der Strukturlandschaft durch finanzielle Förderung für die Zeit nach der Krise sichergestellt werden.

„Die Forderungen des Stadtjugendrings machen deutlich, dass die Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche in der aktuellen Situation machen, sich langfristig auf die Gesamtgesellschaft auswirken werden. Um diese abzufedern ist es wichtig, dass die Politik jetzt reagiert“, schließt Striet.

Das komplette Positionspapier kannst du Initiates file downloadhier lesen

Die Badische Zeitung berichtet über die Opens external link in new windowForderungen des SJR

Hier geht es zur Opens external link in new windowWebsite des Stadtjugendrings



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